Nordamerika und der Bison im 19. Jahrhundert

Die Karte umfasst das Gebiet von der kanadischen Grenze über den Yellowstone bis New Mexico im Südwesten und Arkansas im Südosten.
Ausschnitt aus der Bisonherde westlich der Black Hills.
Ausschnitt eines Rinderzugs auf dem Weg nach Norden.
Ausschnitt der Canyons im südlichen Colorado mit jagenden Ureinwohnern.
Angehörige des Lakota-Stammes auf der Bisonjagd.
Ein Cowboy erspäht Bisons.
Theodore Roosevelt unterzeichnet 1902 ein Gesetz zum Schutze der letzten Bisons.

Was im Jahr 1800 im Gebiet der ­heutigen USA grösstenteils unberührte Natur war, bewohnt von den amerikanischen Ureinwohnern, war nur ein ­Jahrhundert später von Siedlern und ­Pionieren erschlossen und in das Gebiet der Vereinigten Staaten integriert worden. Das Land und ihre Bewohner haben sich auf verschiedenste Weise verändert: Die Indigenen wurden gewaltsam in winzige Reservate verwiesen, Städte und Industrie wurden über Nacht aus dem Boden gestampft und ein neues Eisenbahnnetz überzog das unter US-amerikanischen Bürgern aufgeteilte Land.


Das Schicksal des Bisons zieht sich wie ein roter Faden durch die komplexen und vielschichtigen Vorgänge jener Zeit und steht stellvertretend für den Umgang der euroamerikanischen Bevölkerung mit dem Land und deren Bewohnern. Durch den Platte River grob in eine nördliche und eine südliche Herde unterteilt, durchstreiften einst über 30 Millionen Tiere die Great Plains, wie die Prärie-Hochebene genannt wird, die sich mitten durch Nordamerika zieht. Durch verschiedene Umstände und Ereignisse wurde die südliche Herde ­ ­gegen Ende des 19. Jahrhunderts vollständig ausgerottet. Mit der Auslöschung der nördlichen Herde sind die Bisons schliesslich von den Great Plains verschwunden: Am Tiefpunkt 1902 wurden im Yellowstone noch 23 wildlebende Bisons gezählt.

Die Illustration ist für die Grösse von 2m x 1.33m konzipiert und wird mit Zusatzinformationen ergänzt, die hier abrufbar sind.

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